Archiv für die Kategorie „was einem so durch den Kopf geht“

Das 13. Turmstipendium in Geldern enthielt auch die Aktion “abwesende Objekte”, an der ich teilgenommen habe. Die Dokumentation meiner Erfahrungen findet man hier:

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Die Zelle ist eine der kleinen Einheiten in Systemen. Systeme unterliegen im Laufe der Zeit notwendigen Veränderungen, denn von außen dringen Energien und Kräfte in die einzelnen Zellen ein- vielerlei Widerstände sind dabei zu überwinden -  und bewirken die Veränderung des Zellkerns. Wieviel Veränderung erzielt wird, unterliegt dabei unterschiedlichen Bedingungen. Die im Kern veränderte Zelle wirkt wieder nach Außen und verursacht Modifikationen des Gesamtsystems. Die bisher geltende Stabilität und Sicherheit der Gesamteinheit schwindet. Es entstehen Unsicherheiten.  Der Prozess kann in unterschiedlichen Geschwindigkeiten erfolgen.  Stabiliserungen finden aber dennoch erneut statt.

Wer diese Veränderungen insgesamt nicht wünscht und konservativ bewahrend den Erhalt der momentan existierenden Struktur fordert, versucht durch Abschottung die auf die Zellen von außen wirkenden Energien am Eindringen in die Zelle bzw. das System zu hindern.

Die momentan stattfindende gesellschaftliche Diskussion zum Thema “Migration” oder “Leitkultur” entspricht diesem Muster. Dies ist nicht akzeptabel.

Es bleibt die Bedeutung der Kernsätze bestehen: Fortschritt geschieht immer. Was sich nicht ändert stirbt.

Hier der Beginn des Versuches der Visualisierung.


KartonUnsere Diskussion in einer der 2SIM-Sitzungen über die Frage von „guter Kunst“ berührte viele  Facetten. Eine davon war der Aspekt „des künstlerischen Planes“, der als ein Kriterium bei der Einschätzung des jeweiligen Werkes als gute Kunst eine zentrale Rolle spielte.

Es geht nicht unreflektiert. Diesen Beitrag weiterlesen »

pragung005Es ist kein Zufall, dass dieses Thema immer wieder anschwappt wie Treibholz am Meeresstrand. Das Thema zieht sich durch alle meine Arbeiten der letzten Jahre.

Was ist Kunst?

Die Frage nach der „guten Kunst“ ist die Frage nach dem, was Kunst allgemein ist.

  • Kunst ist der Akt des Abbildens des gesamten Lebens in jedweder Form und Technik mit dem Ziel der personellen Klärung und Reinigung.
  • Das Abbildungsergebnis wird durch den Akteur zum Kunstwerk erklärt mittels Bezeichnung und Benennung.
  • Der Vorgang der Benennung ist Teil einer künstlerischen Strategie, eines Planes. Darunter verstehe man ein Konzept des Künstlers, wie er sich die Welt aneignen will, in welcher Ausdrucksform dies geschieht und im Wissen um alle Aspekte seines Schaffens. Diesen Beitrag weiterlesen »

Risse5003Harmonie, Ganzheitlichkeit, Kontinuität: auf solche Werte beziehen wir uns und lassen sie unseren Alltag bestimmen. Sie sind unsere Sehnsüchte, sind unsere markanten Punkte des Glücks. Sie schweben wie Ballons unbewusst am Himmel und geben uns die Orientierung im Groben, die wir  benötigen, um mit dem Gefühl der Zufriedenheit durch die Höhen und Tiefen des Seins zu schippern.

Es sind große Begriffe, Werte von wuchtiger Bedeutung, oft zu groß für so ein kleines Menschenleben, oft zu groß für Anstrengungen, die wir aufbringen müssen, um sie annähernd zu erreichen. Es sind Ziele, die in einem bewussten Leben anvisiert werden und wie ein leuchtend roter Lampion am Horizont schweben. Ein Idealzustand! Ein Idealzustand?

Dem gegenüber steht der Riss.

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DSC01882>> Ich mache Kunst, wir machen Kunst, damit wir die Welt in ihren Zusammenhängen begreifen und  verstehen: abbilden, kontrollieren, sich vergewissern, verankern.

>> Daneben gibt es die themenbezogene, spielerische Aneignung/ Spielen mit Form – Farbe – Ideen.

>> Kunst machen bedeutet auch: Ausdrucksformen finden, um nicht an den Dingen und Sachverhalten zu ersticken – also Psychohygiene.

>> die zentrale Frage des Themas lautet: Wer bin ich? Was macht mich zu dem, der ich bin? Es gilt aber auch: Was sich nicht ändert stirbt!

>> das Wissen um die einen prägenden Dinge ist wichtig, um im selbstkritischen Blick, wenn auch begrenzt, Veränderungen im eigenen Wesen zu bewerkstelligen.

>> Prägung bezieht sich auf einen selbst und auf die, die wir wiederum prägen. Wir geben Prägendes an unsere Kinder weiter und prägen ebenfalls.

>> was sagt die Wissenschaft? Diesen Beitrag weiterlesen »