Klaus Harth und ich habe uns im Rahmen des Projektes “Perfektion/Fehler” auf “Schichtfehler” konzentriert. In einem Künstlerbuch sind Teile der Ergebnisse festgehalten.
Mein standardisiertes Produktionsverfahren ist der Vorgang des Fotografierens mit Übertragung aufs Papier. Die Vergrößerung bringt Ergebnisse hervor, die eine große Abweichung von herkömmlichen fotografischen Standards aufweisen können – zum Beispiel durch Unschärfe. Alle fotografischen Ergebnisse, die Abweichungen vorweisen, die aus welchen Gründen auch immer, Interesse finden, können dennoch, unabhängig vom Grad der Abweichung, öffentlich werden. Dies ist Trash. Der Vorgang des Auslotens subjektiver Standards findet stets und ständig im kreativen Prozess statt und wird im Angesicht von Trashbildern fokussiert.
Ausgangslage dieses Themeblocks ist eine Ausschreibung der “G.A.Z – station” in Berlin. Es geht um die Perfektion in der Kunst und die Fehler als Möglichkeit für etwas Neues.
Mein standardisiertes Produktionsverfahren ist der Vorgang des Druckens von Druckstöcken aus Holz auf Papier. Dieser Vorgang ist das Produktionsverfahren, das eigentlich aufgrund des immer gleichen Druckstockes völlig identisch sein müsste. Doch es treten Abweichungen auf, aufgrund technischer und individuell-menschlicher Faktoren, die zu veränderten Ergebnissen führen. Dazu zählen auch Fehldrucke oder Andrucke. Alle Ergebnisse werden aufgehoben und nicht der Vernichtung zugeführt. Sie sind keine Störung. Dies ist mein Zustand der Fehlerkultur. Druckergebnisse, die innerhalb eines subjektiven Rahmens akzeptabel und präsentabel erscheinen, also Abweichungen vorweisen, die aus welchen Gründen auch immer, Interesse finden, können öffentlich werden. Dieser Vorgang des Auslotens subjektiver Standards findet stets und ständig im kreativen Prozess statt.
Das Thema “InEcken” ist vorerst beendet. Hier das dazugehörige Künstlerbuch:
Am Anfang waren die “Edenecken”. Sie waren Teil des Projektes “EdenZwo”. Sie sind überführt worden in das übergeordnete Thema “InEcken”.
Es begann mit Zeichnungen. Auf diesen werden Ecken gezeigt, in denen sich Gegenstände und Personen befinden. Diese wurden von mir nach dem Zufallsprinzip, nach der Aussagekraft des Motivs und nach zeitlicher Verfügbarkeit ausgewählt. Die Auswahl der Motive war situativ. Die Kriterien und Maßstäben der Auswahl sind in meinem Inneren verborgen. Es sind Dinge, die wahrscheinlich in einer bestimmten Phase meines Lebens von Relevanz fuer mich als Person gewesen sind. Ihre Auswahl geschah spontan, unbedacht.
Aus den Zeichnungen wurden teilweise Holzschnitte, die hier zu sehen sind. Sie werden mit Textfragmenten ergänzt.
Die Motive oder Gegenstände stehen in Ecken, um ihre Bedeursamkeit hervorzuheben. Sie werden durch Stehen in der Ecke isoliert und hervorgehoben. Sie sind besonders.
An den diesjährigen “Offenen Ateliers in Geldern” war ich mit meiner Kunstaktion “Kunst kostet” beteiligt. Auf meinem Blog habe ich darüber ausführlich berichtet: >>…>>.
Das 13. Turmstipendium in Geldern enthielt auch die Aktion “abwesende Objekte”, an der ich teilgenommen habe. Die Dokumentation meiner Erfahrungen findet man hier:
Dieses Video ist Teil des EdenZwo-Projektes, gehört aber nicht zur filmischen Trilogie,sondern ist im Nachgang entstanden.

